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Thomas Altenhöner Soziale Ungleichheit in der kardiologischen Rehabilitation Eine empirische Untersuchung sozialer Ungleichheit in der Rehabilitation von Herzinfarktpatiente 280 S., Lage 2006, ISBN 978-3-89918-158-6, 24,90 Euro
In diesem Buch wurde empirisch an Herzinfarktrehabilitanden untersucht, inwieweit sich die Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Schicht auf die therapeutische Versorgung während der Rehabilitation auswirkt. Zusätzlich wurde an ausgewählten Outcome-Parametern überprüft, ob sich mögliche Versorgungsunterschiede im Rehabilitationserfolg niederschlagen.
Es zeigt sich, dass Patienten mit niedrigerem Status seltener somatische Therapieangebote und psychologische Einzelinterventionen erhalten als Patienten höherer Statusgruppen. Auch für den rehabilitativen Erfolg haben sich Ungleichheiten nachweisen lassen. Diese sind jedoch vor allem auf bereits vor der Rehabilitation existierende Differenzen zurückzuführen. Das bedeutet, dass die ungünstigere gesundheitliche Situation sozial Schwächerer auch nach der Heilbehandlung fortbesteht.
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Rehabilitationswissenschaftlicher Förderpreis der Karlsruher-Sanatorium-AG
Hamburg/Bremen, 05. März 2008. Die Diplompsychologin Dr. Anja Mehnert und der Diplom Gesundheitswissenschaftler Dr. Thomas Altenhöner sind die Gewinner des Rehabilitationswissenschaftlichen Förderpreises 2007. Die Auszeichnung wurde von der Karlsruher-Sanatorium-AG zum 13. Mal verliehen. Der Preis ist mit 7.500 Euro dotiert und wurde im Rahmen des 17. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquiums, das vom 3. bis 5. März 2008 in Bremen stattfindet, vergeben. Mit der Auszeichnung werden Wissenschaftler geehrt, die sich mit ihren Arbeiten in besonderem Maße um die Weiterentwicklung der Rehabilitationsforschung und um die wissenschaftliche Fundierung der Reha-Praxis verdient gemacht haben.
Da sich in diesem Jahr erneut mehrere herausragende Arbeiten unter den Einreichungen befanden, wurden zwei erste Plätze vergeben. Die unabhängige Jury, die sich aus den Wissenschaftlichen Beiräten des Unternehmens sowie externen Gutachtern der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW) zusammensetzte, wählte die Arbeiten der Preisträger aus einer großen Zahl eingereichter Forschungsarbeiten aus. ... Preisträger Dr. Thomas Altenhörner Dr. Thomas Altenhöner wurde für seine Dissertationsarbeit die „Soziale Ungleichheit in der kardiologischen Rehabilitation“ ausgezeichnet. Die Arbeit gibt einen umfassenden Überblick über den Einfluss des sozialen Status der Patienten auf die Symptomausprägung, den Behandlungsverlauf und den Behandlungserfolg. Untersucht wurden Herzinfarktpatienten in einer kardiologischen Rehabilitation. Die Ergebnisse bestätigen, dass es zum Beispiel Unterschiede im Bewegungsverhalten gibt: Je höher der soziale Status desto höher das Aktivitätslevel. Zudem sind Patienten der oberen Statusgruppe besser in der Lage, ihr Bewegungsverhalten umzustellen. Angehörige weniger privilegierter Schichten haben bei Rehabilitationsbeginn stärkere psychische Beschwerden und erhalten somatische Therapieprogramme in etwas geringerem Umfang.
Das Rehabilitationswissenschaftliche Kolloquium ist mit über 1.000 Teilnehmern der größte nationale rehabilitationswissenschaftliche Kongress. Veranstalter sind dieses Jahr der Deutsche Rentenversicherung Bund und die Deutsche Rentenversicherung Oldenburg-Bremen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW) und dem Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation (ZKPR) der Universität Bremen. Unter dem diesjährigen Motto „Evidenzbasierte Rehabilitation – zwischen Standardisierung und Individualisierung“ soll einerseits die existierende wissenschaftliche Evidenz für die rehabilitative Versorgung aufgezeigt und andererseits zur Diskussion der Umsetzung in eine evidenzbasierte Reha-Praxis angeregt werden.
Die Karlsruher-Sanatorium-AG ist ein langjähriger und erfolgreicher Klinikbetreiber und beschäftigt insgesamt über 620 Mitarbeiter. Sie ist Tochtergesellschaft der Marseille-Kliniken AG. MKAG betreibt bundesweit derzeit 55 Pflegeeinrichtungen, acht Reha-Kliniken und eine Akut-Klinik. Weitere Informationen unter www.marseille-kliniken.de und www.kasanag.de.
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